911±¬ÁÏÍø

Zwischen Aufarbeitung und Aktivismus. Zur Entstehungsgeschichte der Wanderausstellung „IG Farben … von Anilin bis Zwangsarbeit“ 

Dr. Julia Meyer, Direktorin der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek Freiberg

Die Wanderausstellung „IG Farben … Von Anilin bis Zwangsarbeit“[1] wurde vom Arbeitskreis IG Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften (heute: BundesFachTagung der Chemie- und chemienahen Fachschaften im deutschsprachigen Raum, kurz BuFaTaChemie) Anfang der 90er Jahre erarbeitet und seither an verschiedenen ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen[2] in den alten und neuen Bundesländern gezeigt. Sie gilt uns heute als ein zeithistorisches Dokument studentischen Engagements der Nachwendezeit. Als solches holte der Fachschaftsrat für Chemie, Physik und Biowissenschaften der 911±¬ÁÏÍøBAF die Ausstellung nach Freiberg und zeigt sie nun in Kooperation mit dem JCF Freiberg (JungesChemieForum in der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.) und der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù in den Räumen der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek. Ihre Motivation zur Darstellung der Geschichte der IG Farben formulierte die BuFaTaChemie im Vorwort zur zweiten Auflage der Begleitdokumentation im Jahr 2007 folgendermaßen:

Wissenschaftliche Erkenntnis kann als Aufklärung die Grundlage für gesellschaftlichen Fortschritt und damit für bessere Lebensbedingungen und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen bilden. Unter der Hegemonie von Krieg und Profitmaximierung jedoch können sich wissenschaftliche Erkenntnisse destruktiv – sogar unmittelbar menschenvernichtend – auswirken. Es gehört zur Verantwortung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ziele und Anwendungen der eigenen Wissenschaft immer wieder kritisch zu hinterfragen. Dieser Blick über den Tellerrand ist kein Luxus, sondern absolut notwendig. In Bezug auf sein eigenes Fach formulierte Carl Friedrich von Weizsäcker: 'Politik ist die verdammte Pflicht des Physikers im Atomzeitalter.' In diesem Sinne ist der Einsatz für eine kritische Wissenschaft und ein kritisches Studium auch eine Lehre aus Faschismus und Krieg und aus der Geschichte der I.G. Farben.[3]

Diese Motivation treibt die Freiberger Studierenden und Promovenden aus der Chemie-Fachschaft auch heute noch an. Deshalb zeigen sie die Wanderausstellung „Von Anilin bis Zwangsarbeit“ in Freiberg und beschäftigten sich in einem Begleitseminar zur Wissenschaftskommunikation mit der Frage, wie sie die Ausstellung heute, 30 Jahre nach ihrem Entstehen, zeitgeschichtlich kontextualisieren und zugleich aktuell präsentieren können.[4]

Dies führte zu der Frage nach der Entstehungsgeschichte der Wanderausstellung im Spannungsfeld zwischen Aktivismus und Aufarbeitung, d.h. zwischen Kapitalismuskritik und historisch-empirischer Forschung zur Unternehmensgeschichte der IG Farben. Denn die Ausstellung ist inzwischen selbst zum Forschungsgegenstand der Geschichtsforschung geworden. So untersucht das Projekt Krise der Kritik[5] am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen unter der Leitung von Tim Schanetzky die sogenannten ‚Neuen Sozialen Bewegungen‘ in ihrer Hochphase der 80er und 90er Jahre. In diesen zeitgeschichtlichen Kontext sind die von Kapitalismuskritik getriebene Aufdeckung der NS-Geschichte der IG Farben sowie die Forderungen nach Entschädigung der Zwangsarbeiter und damit auch unsere Ausstellung „IG Farben … Von Anilin bis Zwangsarbeit“ und deren Begleittexte einzuordnen. Schanetzky vermutet eine fehlende wissenschaftliche Auseinandersetzung der damaligen BuFaTaChemie mit den Ergebnissen der Unternehmensgeschichte zugunsten einer Orientierung an den „Dogmen einer marxistisch grundierten Systemkritik […].“[6]

Schanetzkys Erwartungshaltung, dass Studierende im Fach Chemie über ausreichend historische Fachkompetenz verfügen, um über den jeweils aktuellen Forschungsstand zur Geschichte der IG Farben informiert zu sein, ist sicherlich zu hoch gegriffen, und das sozialpolitische Engagement, innerhalb des eigenen Faches auf die Mitschuld an NS-Verbrechen hingewiesen und dadurch gegebenenfalls auch Nachteile in Kauf genommen zu haben, darf auf keinen Fall geringgegeschätzt werden.[7] Es könnte durchaus sein, dass die Studierenden aufgrund des erlebten Widerstands durch die ¹ó²¹°ì³Ü±ô³Ùä³Ù±ð²Ô empört waren und deshalb auf eine drastischere Darstellungsweise zurückgegriffen haben, oder dass die lange ignorierte Forderung nach Entschädigung der Zwangsarbeiter noch größere Wut auf die Großunternehmen auslöste und die Studierenden für die kapitalismuskritischen Dogmen empfänglicher machte.

Der Historiker Peter Hayes zeichnet in seiner jüngsten Veröffentlichung „Geschäfte im Schatten des Holocaust. Deutsche Großunternehmen im Dritten Reich“[8] die Entwicklung des Forschungsfeldes zur IG Farben nach. Eva-Maria Roelevink, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Direktorin des Instituts für Wirtschafts- und Technikgeschichte an der 911±¬ÁÏÍø Bergakademie Freiberg, beschreibt in ihrer Rezension des gerade erst auf Deutsch erschienenen neues Bandes von Hayes das Forschungsfeld als eine:

[…] inzwischen weit verzweigte[n] Wissens- und Forschungslandschaft, die infolge der Öffnung zahlreicher Unternehmensarchive seit den 1990er-Jahren zunehmend durch quellenbasierte Arbeiten geprägt ist. Insgesamt hat sich der Forschungsstand weit von den frühen Hypothesen und Ansätzen der Nachkriegsjahrzehnte wie auch von den seitens der Unternehmen selbst verbreiteten apologetischen Narrative entfernt. Weit entfernt hat sich die wissenschaftliche Diskussion aber auch von den eine Zeit lang einflussreichen Deutungen marxistisch inspirierter Historiker, die den Großunternehmen eine gar dominante Rolle für die Entstehung und die Radikalisierung des Nationalsozialismus zuschrieben.[9]

Diese der empirischen Forschung gewichene marxistische Deutung einer dominanten Rolle der Großunternehmen für die Entstehung des Nationalsozialismus finden wir teilweise noch in der studentischen Ausstellung und Begleitpublikation von 1994 bis zur Überarbeitung von 2007. Ein Abgleich der Ausstellungsplakate mit dem aktuellen Forschungsstand belegt diese unterschiedliche Darstellung. Beispielsweise zeichnet die Ausstellungstafel 11 „Ein Führer muss her“ das Bild einer I.G. Farben, die aktiv die Machtübernahme der Nationalsozialisten herbeisehnte und förderte. Als Beleg wird eine Spende von 400.000 RM an Hitler im Februar 1933 genannt, „damit es die letzte Wahl werde“.[10] Die Ausstellung vertritt die These einer frühen, ideologisch motivierten und aktiven Unterstützung Hitlers durch die I.G. Farben, um eigene antikommunistische und wirtschaftliche Ziele durchzusetzen. Der aktuelle Forschungsstand, den Stokes im „Handbuch Wirtschaft im Nationalsozialismus“[11] zusammenfasst, revidiert dieses Bild grundlegend. Er beschreibt eine Unternehmensführung, die der Weimarer Republik zwar kritisch gegenüberstand, die NSDAP aber nicht aktiv an die Macht brachte. Die Haltung war demnach bis 1933 von Pragmatismus, wirtschaftlichen Eigeninteressen und einer abwartenden Neutralität geprägt, nicht von einer frühen ideologischen Komplizenschaft.[12]

Das marxistische Narrativ eines zum Faschismus führenden Kapitalismus wurde noch weiter verstärkt durch die Zusammenarbeit der BuFaTaChemie mit der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)[13], die 1995 den Band „IG Farben. Von Anilin bis Zwangsarbeit“[14], nun mit verändertem Untertitel „Zur Geschichte von BASF, BAYER, HOECHST und anderen deutschen Chemie-Konzernen“ herausgab. Der Band versammelt identisch die ein Jahr zuvor von der BuFaTaChemie in der Begleitdokumentation erarbeiteten Texte und ergänzt diese um ein als Motto vorangestelltes Zitat von Ernst Thälmann[15] sowie um ein Vorwort des Gründungsmitglieds und damaligen Vorsitzenden der CBG Axel Köhler-Schnura, das er mit einer Strophe aus dem Kampflied „Die Internationale“[16] abschließt. Weiterhin wurde ein Kapitel „Geschichte hat kein Ende“ hinzugefügt. Dieses neu ergänzte Kapitel versammelt unrechtmäßige und stilistisch verfremdete Nachdrucke[17] der zuvor in der Zeitschrift „konkret“ erschienenen Beiträge von Otto Köhler sowie einen eigenen Beitrag von Axel Köhler-Schnura über die Arbeit der CBG und ihre Proteste bei den Aktionärsversammlungen, der mit einer Mobilmachung endet. Durch dieses Framing wirken die Texte der BuFaTaChemie deutlich stärker politisiert. Wie es zu der Zusammenarbeit bei der Herausgabe des Bandes kam, in welchem Ausmaß sie stattfand und ob es ggf. personelle Überschneidungen von BuFaTaChemie und CBG, gab, ist noch unklar.

Ein Blick in das umfangreiche Literaturverzeichnis der Begleitdokumentation zur Ausstellung zeigt, dass die BuFaTaChemie auch auf frühe marxistische Literatur über die Geschichte der IG Farben zurückgriff. Vor das umfassende, 75 Titel aufweisende Gesamtverzeichnis setzten die Studierenden eine kommentierte Auswahl von fünf Titeln, die sie ihren Lesern auch deshalb als einführende Literatur empfahlen, weil sie sie als „spannend geschrieben, nicht >trocken wissenschaftlich<“ oder „leicht zu lesen“[18] empfanden. Gleichzeitig kritisierten sie jedoch einen zynischen Unterton oder zu stark polarisierende und drastische Formulierungen und erwiesen dadurch einen durchaus differenzierteren als den von Schanetzky unterstellten dogmatischen Zugang. 

Literaturstellen

BORKIN, JOSEPH, Die unheilige Allianz der I.G. Farben; eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich. Frankfurt/Main, New York Campus Verlag 1979, 1990 (Bd. 1030), ISBN 3-593-34251-0 Reihe Campus.
Zeitraum vom 1. Weltkrieg bis in die siebziger Jahre. Besonderes Gewicht auf der Beschreibung der transatlantischen Beziehungen (d.h. Standard Oil, Prozesse am amerikanischen Militärgerichtshof, Beschlagnahmung von I.G.-Besitz, General Aniline & Film)

KÖHLER, OTTO, ... und heute die ganze Welt; Die Geschichte der I.G. Farben, BAYER, BASF, und HOECHST. Papy Rossa-Verlag, Köln 1990, ISBN 3-89438-010-1, Neue kleine Bibliothek 10
Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zum II. Weltkrieg. Ziemlich spannend geschrieben, nicht 'trocken wissenschaftlich', dafür oft mit zynischem Unterton.

O.M.G.U.S., Ermittlungen gegen die I.G. Farbenindustrie A.G. - September 1945; übersetzt und bearbeitet von der Dokumentarstelle zur NS-Sozialpolitik Hamburg, Hrsg. Hans Magnus Enzensberger, Verlag Franz Greno, Nördlingen 1986 (Sonderband der Anderen Bibliothek), ISBN 3-891-900-198
Zeitraum um den II. Weltkrieg. Originalfassung des Untersuchungsberichtes der Finanzabteilung der US-amerikanischen Militärregierung vom 12.9.1945. Sehr exakt und detailreich, dafür aber leider relativ enges Zeitfenster. Guter Einblick in Entwicklung des kalten Krieges.

SCHNECKENBURGER, ARTHUR, Die Geschichte des I.G. Farben-Konzerns; Bedeutung und Rolle eines Großunternehmens. Pahl-Rugenstein, Köln 1988, ISBN 3-7609-5242-9, Hochschulschriften 242
Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zur Entflechtung des Konzerns. Wissenschaftliche Hausarbeit (PH Karlsruhe, 1987), die als Buch veröffentlicht wurde. Wahrscheinlich leider nicht mehr im Buchhandel erhältlich.

SCHREIBER, PETER WOLFRAM, I.G. Farben, die unschuldigen Kriegsplaner; Profit aus Krisen, Kriegen und KZ's; Geschichte eines deutschen Monopols. Verlag Neuer Weg, Stuttgart 1978, ISBN 3-88021-085-3
Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Leicht zu lesen, u.U. zu polarisierend geschrieben, z.T. recht drastische Formulierungen. Wahrscheinlich leider nicht mehr im Buchhandel erhältlich.


Nur für Fachkundige ließ sich die Verortung im marxistischen Lager bei drei von fünf Verlagen aus der Empfehlungsliteraturliste nachvollziehen, inzwischen ist die Recherche auch für Fachfremde wesentlich einfacher möglich. Während der Verlag Neuer Weg[19] noch heute für sich als Plattform für marxistisch-leninistische Literatur wirbt, ging der von der DDR finanzierte Kölner Pahl-Rugenstein-Verlag[20] mit der Wende Ende 1989 in Konkurs. Sein Lektor Jürgen Harrer gründete daraufhin den PapyRossa Verlag als Nachfolge, in dem 1990 die 2. Auflage von Otto Köhlers Buch „und heute die ganze Welt“ erschien. Er formulierte rückblickend sein Verlagsprogramm:

„Wir haben versucht, gegen die Vorherrschaft der anderweitig fast überall bestimmenden bürgerlichen Lehrmeinungen und Richtungen konservativer, liberaler oder sozialdemokratischer Provenienz einen Gegenakzent zu setzen und an Marx orientierte Gesellschaftswissenschaft als legitimen Schwerpunkt zu etablieren. […] Mit >Papy-Rossa-Verlag< haben wir am alten Label prv [Pahl-Rugenstein-Verlag] angeknüpft, den Verlagsnamen selbst hat der Konkursverwalter verkauft.“[21]

Die Literaturempfehlungen aus der 1. Auflage der Begleitdokumentation von 1994 wurden von der BuFaTaChemie auch für die überarbeitete Fassung von 2007 in derselben Auswahl übernommen. Auffällig ist der Befund, dass die inzwischen veröffentlichte einschlägige historisch-empirische Fachliteratur beispielsweise von Peter Hayes[22] nicht zitiert wurde und keinen Eingang in das Gesamtverzeichnis fand. Stattdessen fügte die BuFaTaChemie dem Gesamtverzeichnis von 2007 lediglich einen Titel hinzu: eine von Hans Radandt 1970 in der DDR herausgegebene Veröffentlichung[23] mit Dokumenten über den Kriegsverbrecherprozess gegen die IG Farben, aus der in der 1. Auflage zwar bereits zitiert wurde, die aber wohl versehentlich nicht im Gesamtverzeichnis erschien. Diesen Fehler korrigierten die Studierenden für die 2. Auflage. Zitiert wurde das von Radandt bereitgestellte Quellenmaterial aus dem Betriebsarchiv des VEB Filmfabrik Wolfen A 1804, um namentlich darauf hinzuweisen, dass unter der Leitung von Anton Mertens in der Abteilung für Tropenmedizin Experimente an Häftlingen in Konzentrationslagern durchgeführt wurden.[24] Zeitgleich zur Veröffentlichung der BuFaTaChemie 1994 hebt der Eintrag in der Deutschen Biographie über Anton Mertens, seit 1953 wieder in leitender Funktion als Vorstandsmitglied der BAYER AG tätig, lobend hervor, dass dieser bei der IG Farben während des Zweiten Weltkriegs für „die klinische Prüfung der neuen Präparate“ gesorgt habe und „trotz Rohstoffmangel Heer und Heimat mit Arzneimitteln versorgte“[25], ohne auf die Beteiligung der IG Farben an NS-Kriegsverbrechen und die Anklage bei den Nürnberger Prozessen hinzuweisen.[26]


Erinnerungskultur – vom Verdrängen über das Erinnern hin zum Gedenken

Dass die betroffenen Chemiekonzerne inzwischen ihre Archive geöffnet und die Erforschung ihrer NS-Geschichte in Auftrag gegeben sowie Stiftungen gegründet und Entschädigungszahlungen geleistet haben, darf auch als Erfolg der aktivistischen Akteure der 80er/90er Jahre verbucht werden. Nicht zuletzt deswegen lohnt es sich auch heute noch, die Ausstellung der BuFaTaChemie als zeithistorisches Dokument aus der aktivistischen Phase im Prozess der Erinnerungskultur – vom Verdrängen über das Erinnern hin zum Gedenken – zu zeigen, zumal BASF Corporate History unter der Überschrift „Späte Aufarbeitung und Entschädigung“ die Rolle der Aktivisten in diesem Entwicklungsprozess nicht eigens hervorhebt: „Erst mit zeitlichem Abstand und einem Generationenwechsel bildet sich bei BASF (wie auch gesamtgesellschaftlich) ab den 1980er-Jahren allmählich eine neue Erinnerungskultur heraus. […] Nach 1945 sind Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter lange eine vergessene Opfergruppe. Ihr Einsatz in den I.G. Farben-Werken Ludwigshafen und Oppau wird von BASF erstmals 1990 öffentlich thematisiert. 2002 ist Zwangsarbeit schließlich auch Teil der wissenschaftlich aufgearbeiteten Unternehmensgeschichte >Die BASF<. 1999 ist BASF Mitbegründerin der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft. Diese ruft ein Jahr später mit der Bundesregierung die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) ins Leben, an der sich BASF mit rund 70 Millionen Euro beteiligt. Aus dem Stiftungskapital werden Zahlungen an frühere Zwangsarbeitende geleistet.“[27]


„Bibliothek als Ereignis“ – Ehrenamtliche Arbeit damals und heute

Wie kann heute, 30 Jahre nach ihrem Entstehen, die studentische Ausstellung als zeithistorisches Dokument im Spannungsfeld zwischen Aktivismus und Aufarbeitung kontextualisiert und zugleich aktuell präsentiert werden? 

Der Ansatz „Bibliothek als Ereignis“ fördert eine partizipative Lernraumkonzeption und lädt Bibliotheksnutzer ein, ausgewiesene Flächen und Räume zum gemeinsamen Lern- und Begegnungsort umzugestalten. Mit dem Wunsch, die Wanderausstellung „IG Farben … von Anilin bis Zwangsarbeit“ in den Räumen ihrer ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek zu präsentieren und zugleich die damit verbundene studentische ehrenamtliche Arbeit der BuFaTaChemie zu würdigen, haben Freiberger Studierende und Promovenden aus der Fachschaft Chemie im Sommer 2025 das Gespräch gesucht. In der Folge hat die Bibliothek über ein Seminar zur Wissenschaftskommunikation im Rahmen des studium generale weitere Mitstreiter zur gemeinsamen Arbeit an dem Ausstellungsprojekt eingeladen, „am konkreten Beispiel einer Ausstellung über die NS-Geschichte der IG Farben relevante Fragen zur Wissenschaftskommunikation fächerübergreifend zu bearbeiten. Wir wollen zunächst die in den 1990er Jahren entstandene Ausstellung […] in ihrem historischen Kontext analysieren und darauf aufbauend eine zeitgemäße, aktualisierte Darstellung erarbeiten. Die im Seminar erarbeiteten Methoden der Wissenschaftskommunikation lassen sich später auch auf andere Fachkontexte übertragen.“[28]

Auch wenn ein Studierender des Instituts für Wirtschafts- und Technikgeschichte der 911±¬ÁÏÍø Bergakademie sowie ein Beschäftigter des ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsarchivs dankenswerterweise ihre fachliche historische Expertise einbrachten, sind es doch damals wie heute keine ausgewiesenen Fachexperten der Wirtschaftsgeschichte, die sich im Kontext der Ausstellung „… Von Anilin bis Zwangsarbeit“ engagieren, sondern an der Vermittlung der Geschichte der IG Farben interessierte Laien- oder Bürgerwissenschaftler, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen. Dennoch hat sich die interdisziplinär zusammengesetzte Freiberger Seminargruppe – in zeitlich intensiver Arbeit neben Studium, Promotion oder Beruf – zunächst anhand des von der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek dafür erworbenen Handbuchs der Wirtschaft im Nationalsozialismus mit dem von Stokes zusammengefassten aktuellen Forschungsstand zur Geschichte der IG Farben beschäftigt. Im Anschluss daran hat sich die Gruppe intensiv mit Fragen der Wissenschaftskommunikation rund um die Kuration einer Ausstellung beschäftigt, bis hin zur Auswahl der geeigneten Ausstellungsfläche, Beleuchtung und Möbel unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben innerhalb eines öffentlichen Gebäudes. Eine Teilfläche des Lesesaals wurde deshalb von der Seminargruppe zur Ausstellungsfläche umgewandelt, unter fachkundlicher Anleitung einer professionellen Ausstellungsplanerin und einer Kollegin aus dem Dezernat Bau der 911±¬ÁÏÍø Bergakademie. Die Finanzierung, Beschaffung und Durchführung der Maßnahme übernimmt der Freundeskreis der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek. Schließlich hat die Gruppe ein Konzept für die hybride Präsentation der Ausstellung entwickelt und deren Umsetzung erarbeitet. 21 Ausstellungsplakate wurden digitalisiert und auf eigens dafür neu gestaltete Webseiten gebracht, die Texte transkribiert und kommentiert. Die digitale Darstellung soll die Präsentation der originalen Ausstellungsplakate in den Räumen der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek ergänzen und kritisch einordnen. Ein Mitmach-Angebot lädt Studierende ein, die durch die Ausstellung aufgeworfenen Fragen zu reflektieren und in die Gegenwart zu übertragen. Für die weitere Vermittlungsarbeit hat die Gruppe zudem mehrere Veranstaltungen mit unterschiedlichen, jeweils zielgruppenspezifischen Formaten geplant und dafür auch die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit mit professioneller Unterstützung durch die Pressestelle der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù organisiert. Das Programm zur Ausstellungseröffnung am 16.04.2026 sieht eine Begrüßung und einen Dank für studentische Beteiligung durch die Prorektorin für Bildung und lebensbegleitendes Lernen, Prof. Swanhild Bernstein vor, gefolgt von einer Begrüßung der Bibliotheksleitung, die das Ausstellungsprojekt im Rahmen des partizipativen Bibliothekskonzepts „Bibliothek als Ereignis“ vorstellt. Im Anschluss daran hält Eva-Maria Roelevink, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Direktorin des Instituts für Wirtschafts- und Technikgeschichte an der 911±¬ÁÏÍø, einen Fachvortrag „Die IG Farben und der Holocaust: Zur Genese eines Verbrechens an der Menschheit“. Gero Frisch, Professor für Anorganische Chemie und Dekan der Fakultät für Chemie, Physik und Biowissenschaften an der 911±¬ÁÏÍø, berichtet in einem Interview als Zeitzeuge darüber, wie schwierig es noch in den späten 90er Jahren an der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Freiburg war, als Student und Mitglied der BuFaTaChemie die Ausstellung „Von Anilin bis Zwangsarbeit“ zu zeigen. Abschließend sprechen Studierende und Promovierende aus der Freiberger Fachschaft Chemie sowie aus dem JungChemikerForum über Ihre Motivation, warum sie die Ausstellung nach Freiberg geholt haben. Die Seminargruppe wird von ihren Erfahrungen bei der Vorbereitung der Präsentation berichten, um dann das Publikum zur Besichtigung der Ausstellung in den Lesesaal einzuladen. Im Rahmen des Forschungskolloquiums am Institut für Wirtschafts- und Technikgeschichte der 911±¬ÁÏÍø Bergakademie ist die Seminargruppe am 02.06.2026 zu einem Vortrag eingeladen und wird ihr Projekt ausführlich vorstellen. Auch für die Finissage am 20.08.2026 ist eine besondere Veranstaltung geplant, die den Blick in die Zukunft richtet. 

Das ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsarchiv der 911±¬ÁÏÍø bietet nach dem Abbau der Exponate die Möglichkeit, die Originale fachgerecht dauerhaft zu archivieren. Dies scheint in besonderem Maße für die älteren, geklebten Ausstellungspappen sinnvoll, gilt aber auch für die gedruckten Ausstellungsbahnen. Diese Entscheidung zur Archivierung wird auch von den weiteren Pläne der BuFaTaChemie ²¹²ú³óä²Ô²µ±ð²Ô.


Wie kann es weiter gehen? 

Die BuFaTaChemie plant eine dritte überarbeitete Auflage der Begleitdokumentation zur Wanderausstellung. Wie könnte sie die inzwischen noch größere Diskrepanz zur aktuellen Forschungsliteratur überwinden und wie würde sie sich im aktuellen Forschungsfeld positionieren, wo der frühere aktivistische Referenzrahmen fehlt? Oder verfolgt sie heute einen ganz anderen Ansatz und setzt andere Schwerpunkte? Letztlich stellt sich die grundlegende Frage: Welches Ziel verfolgt sie mit der Überarbeitung der eigenen Ausstellung, wo doch inzwischen zahlreiche sehr gut aufbereitete und wissenschaftlich fundierte analoge sowie digitale Dokumentationen[29] über die IG Farben vorliegen, auf die in der auch heute wieder wichtigen Vermittlungsarbeit zurückgegriffen werden kann? Die BuFaTaChemie ist zu Recht stolz auf ihre Ausstellung und die umfangreiche Begleitdokumentation, die frühere Studierendengenerationen ehrenamtlich erarbeitet haben und die so häufig schon an verschiedenen ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen gezeigt wurde. Im Kontext der Erinnerungskultur könnte deshalb neben der Vermittlungsarbeit zur IG Farben ein weiteres Ziel der BuFaTaChemie sein, die Ausstellung als Zeugnis des kulturellen Erbes im identitätsstiftenden Sinne zu bewahren und dabei die eigene Geschichte zwischen Aufarbeitung und Aktivismus zu reflektieren, um daraus eine Haltung für das weiterhin wichtig studentische Engagement in der Gegenwart und Zukunft abzuleiten.


Querverweise

[1] Zur Wanderausstellung erschien eine umfassende Begleitdokumentation in Form einer knapp 200seitigen Broschüre, deren Kapitel von Chemiefachschaften verschiedener ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen erarbeitet wurde: IG Farben … Von Anilin bis Zwangsarbeit. Der Weg eines Monopols durch die Geschichte. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen chemischen Industrie. Eine Dokumentation des Arbeitskreises IG Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften. 1. Auflage September 1994. Hg. vom AStA 911±¬ÁÏÍø Berlin. Aachen, Bonn, Braunschweig, Freiburg, Karlsruhe, Würzburg 1994.

[2] Einige Stationen der Wanderausstellung waren 1995: IG-Farben-Haus Frankfurt, 2004: Uni Freiburg, TFH Berlin; 2005: 911±¬ÁÏÍø Chemnitz, Uni Leipzig, Industrie- und Filmmuseum Wolfen; 2009: 911±¬ÁÏÍø Wien; 2011: RWTH Aachen, Uni Jena; 2012: Uni Köln; 2014: 911±¬ÁÏÍø Dortmund; 2022: TH Lübeck.

[3] … Von Anilin bis Zwangsarbeit. Der Weg eines Monopols durch die Geschichte. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen Chemie. Eine Dokumentation des Arbeitskreises IG Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften. 2. korrigierte Auflage Juni 2007. Hg. BuFaTa Chemie. Ulm, Darmstadt, Köln, Aachen 2007, S. II. Die BuFaTa überarbeitete die Begleitdokumentation, indem einige Fehler korrigiert und ein neues Kapitel zur Geschichte des Protestes gegen die I.G. Farben i.A. ergänzt wurde.

[4] Das Begleitseminar fand im WS 25/26 im Rahmen des studium generale statt und wurde von der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsbibliothek angeboten. Die Teilnehmergruppe setzte sich interdisziplinär aus den Bereichen Uni-Archiv, 911±¬ÁÏÍøBAFdigital, Wirtschaftsgeschichte und Chemie zusammen. /events/seminar-wissenschaftskommunikation-kuration [10.04.2026]

[5] Vgl. [10.04.2026]

[6] Vgl. Tim Schanetzky: IG Farben als Argument, S. 7. Beitrag zur Tagung „Die IG Farben. Zum Ort des Konzerns in der deutschen Geschichte. Tagung aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung des IG Farben-Konzerns am Montag und Dienstag, 1. und 2. Dezember 2025. Fritz Bauer Institut / Goethe-±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Frankfurt am Main.“ [10.04.2026] 

[7] Vgl. das Interview mit Prof. Gero Frisch /ig-farben/interview [14.04.2026]

[8] Peter Hayes: Geschäfte im Schatten des Holocaust. Deutsche Großunternehmen im Dritten Reich. München: C.H. Beck 2026.

[9] Eva-Maria Roelevink: Unmenschlicher Pragmatismus. Rezension zu „Geschäfte im Schatten des Holocaust. Deutsche Großunternehmen im Dritten Reich“ von Peter Hayes, 24.03.2026. [10.04.2026]

[10] Vgl. /ig-farben/bahn11 [10.04.2026]

[11] Stokes, Raymond G.: "3.6 Chemische Industrie". Handbuch Wirtschaft im Nationalsozialismus, hg. von Marcel Boldorf and Jonas Scherner, Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2023, S. 275-298,

[12] Stokes, Raymond G.: "3.6 Chemische Industrie". Handbuch Wirtschaft im Nationalsozialismus, hg. von Marcel Boldorf and Jonas Scherner, Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2023, S. 275-298, hier S. 279f.

[13] Die Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. gründete sich 1978 und ist noch heute aktiv, vgl. [11.04.2026]

[14] IG Farben: von Anilin bis Zwangsarbeit; zur Geschichte von BASF, Bayer, Hoechst und anderen deutschen Chemie-Konzernen / Coordination gegen Bayer-Gefahren e.V./CGB (Hg.); Bundesfachtagung der Chemie-Fachschaften/AK IG Farben. Stuttgart: Schmetterling-Verlag 1995.

[15] IG Farben: von Anilin bis Zwangsarbeit; zur Geschichte von BASF, Bayer, Hoechst und anderen deutschen Chemie-Konzernen / Coordination gegen Bayer-Gefahren e.V./CGB (Hg.); Bundesfachtagung der Chemie-Fachschaften/AK IG Farben. Stuttgart: Schmetterling-Verlag 1995, o.S.

[16] IG Farben: von Anilin bis Zwangsarbeit; zur Geschichte von BASF, Bayer, Hoechst und anderen deutschen Chemie-Konzernen / Coordination gegen Bayer-Gefahren e.V./CGB (Hg.); Bundesfachtagung der Chemie-Fachschaften/AK IG Farben. Stuttgart: Schmetterling-Verlag 1995, S. 8.

[17] Der Schmetterling-Verlag klebte einen Hinweiszettel in den Buchumschlag und wies auf die unrechtmäßigen und verfälschten Nachdrucke hin. Er nennt darauf die Originalquellen und verteidigt sich abschließend: „Aufgrund unserer Vereinbarungen mit der Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. gingen wir bei Fertigstellung dieses Buches davon aus, daß wir zum Abdruck der Texte berechtigt waren.“ In: IG Farben: von Anilin bis Zwangsarbeit; zur Geschichte von BASF, Bayer, Hoechst und anderen deutschen Chemie-Konzernen / Coordination gegen Bayer-Gefahren e.V./CGB (Hg.); Bundesfachtagung der Chemie-Fachschaften/AK IG Farben. Stuttgart: Schmetterling-Verlag 1995, o.S.

[18] … Von Anilin bis Zwangsarbeit. Der Weg eines Monopols durch die Geschichte. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen chemischen Industrie. Eine Dokumentation des Arbeitskreises IG Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften. 1. Auflage September 1994. Hg. vom AStA 911±¬ÁÏÍø Berlin. Aachen, Bonn, Braunschweig, Freiburg, Karlsruhe, Würzburg 1994, S. 151.

[19] Vgl. Konsequenz hat Zukunft. In: Junge Welt, 25./26. Februar 2012; Interview mit Jürgen Harrer. Beilage „faulheit und arbeit“, S.1-2; , [10.04.2026].

[20] Der Verlag Neuer Weg stellt sich auf seiner Webseite vor: „Wir halten eine große Bandbreite für Sie bereit: fortschrittliche, antifaschistische, internationalistische und marxistisch-leninistische Literatur, Musik und weitere Medien, Bücher zur Frauenbewegung, Kinderbücher und vieles mehr.“ [10.04.2026]; das Katalogisat der Deutschen Nationalbibliothek gibt genauere Auskunft: Peter Wolfram Schreiber [Pseud. e. Autorenkollektivs von Mitgliedern der Kommunist. Studentengruppen]: IG Farben, die unschuldigen Kriegsplaner. Profit aus Krisen, Kriegen und KZs. Geschichte eines deutschen Monopols. Hrsg. vom Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands. Stuttgart: Verlag Neuer Weg 1978

[21] Vgl. Sebastian Brünger: Geschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit. Göttingen: Wallstein 2017, S. 164–195.

[22] Peter Hayes: Die Degussa im Dritten Reich. Von der Zusammenarbeit zur Mittäterschaft. München: Beck 2004.

[23] Ausgewählte Dokumente und Urteil des IG-Farben-Prozesses. Hrsg. und eingeleitet von Hans Radandt. Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaft, VEB 1970. Radandt war ab 1973 als Professor für Wirtschaftsgeschichte am Institut für Wirtschaftsgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR mit dem Schwerpunkt Betriebsgeschichte.

[24] Vgl. IG Farben … Von Anilin bis Zwangsarbeit. Der Weg eines Monopols durch die Geschichte. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen chemischen Industrie. Eine Dokumentation des Arbeitskreises IG Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften. 1. Auflage September 1994. Hg. vom AStA 911±¬ÁÏÍø Berlin. Aachen, Bonn, Braunschweig, Freiburg, Karlsruhe, Würzburg 1994., S. 78.

[25] Holm-Dietmar Schwarz: "Mertens, Anton" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 179 f. [Online-Version]; URL: [11.04.2026].

[26] Vgl. Akte Anton Mertens im Staatsarchiv Nürnberg Nürnberger Prozesse, KV-Anklage, Interrogations M 67 [11.04.2026]

[27] Vgl. [12.04.2026]

[28] Vgl. /events/seminar-wissenschaftskommunikation-kuration [12.04.2026]

[29] Vgl. die 2023 überarbeitete Wanderausstellung des Fritz Bauer Instituts oder die Dokumentation der eigenen Unternehmensgeschichte der BASF anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der IG Farben im Jahr 1925   [beide 10.04.2026] sowie die Darstellung zur Geschichte der IG Farben durch die Finkelstein Stiftung [16.04.2026].