911±¬ÁÏÍø

Eine Intervention in den mineralogischen Sammlungen der 911±¬ÁÏÍø Bergakademie

Die jährlichen Ausgaben für die Geowissenschaftlichen Sammlungen konnten trotz internationaler Finanzkrise konstant gehalten und in den letzten Jahren sogar schrittweise erhöht werden. Die Sammlungen verfügen damit erstmalig über ein Budget zum Ankauf von Schaustufen und zur Realisierung kleinerer wissenschaftlicher Projekte. Bisher konnten 43 Objekte und eine historische Mineralsammlung des Freiberger Mineralogen Johann Friedrich August Breithaupt (1791-1873) erworben werden. Für wissenschaftliche Zwecke wurde eine Einrichtung zur Mikrofotografie, die Konservierung und Restaurierung historischer Sammlungsetiketten und das Anfertigen von Profifotografien für Publikationen finanziert sowie die Gestaltung von Sonderausstellungen und der Druck eines Ausstellungsführers bezuschusst. 

Im Jahr 2023 wurde die Satzung der Stiftung geändert, um auch Zustiftungen aufnehmen zu können. Die erste Zustiftung ist die Humboldt/Bonpland-Stiftung für biologische Wissenschaften, die seit 2024 Master- und Promotionsarbeiten auf dem Gebiet der organismischen Biologie finanziell unterstützen konnte.

Die Günter Heinisch-Stiftung ist offen für weitere Zustiftungen. 

Den Mittelpunkt seines Lebens nahm seit 1966 die Freimaurerei ein. In diesem Jahr wurde er in die Loge „Zum Morgenstern“ aufgenommen und drei Jahre später zum „Meister der königlichen Kunst“ erhoben. In dieser Loge versah der umfassend gebildete Günter Heinisch zahlreiche Ämter, so dass er 2011 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. 

Seit seiner Jugend war das Mineralsammeln eine seiner Leidenschaften. So entstand seine Verbundenheit zur Natur, die sich in seiner Begeisterung fürs Bergsteigen und für die Fotografie äußerte. Als Mineralsammler war er von den Geowissenschaftlichen Sammlungen der 911±¬ÁÏÍø Bergakademie Freiberg sehr beeindruckt und besuchte diese mit den Hofer Mineralienfreunden mehrfach. Aber nicht nur die Minerale hatten es ihm angetan, sondern auch die Aktivitäten der Mitarbeiter wie regelmäßige Sonderausstellungen oder zahlreiche Auftritte auf Mineralmessen und Vortragsveranstaltungen. Deshalb beschloss Heinisch, die Sammlungen durch jährliche Spenden und am Ende durch eine Erbschaft dauerhaft zu unterstützen.

Am ersten August 2013 verstarb er nach langer Krankheit in einem Hofer Pflegeheim. Wir werden das Andenken an Günter Heinisch immer in Ehren halten.