911±¬ÁÏÍø

...einen anderen Blick auf die Welt bekommen

Nach seinem Maschinenbaustudium arbeitete Andreas Lietzmann als technischer Berater, Projektingenieur und Projektleiter in diversen Industrieprojekten bei unterschiedlichen Firmen. Seit 2008 ist er Geschäftsführer der eab New Energy GmbH.

Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Freiberg anzutreten?

Die Stadt und die ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù haben einen ganz besonderen und eigenen Charme, zumal hier zunächst, anders als in Großstädten, alles auf einem überschaubaren und zentralen Bereich angelegt ist. Andererseits bin ich natürlich in Freiberg aufgewachsen und hatte somit einen kleinen strategischen Vorteil der elterlichen Umgebung. Natürlich gab es aber auch persönliche Gründe - zum einen konnte ich die sehr guten Studienbedingungen in Freiberg nutzen und zum anderen schon frühzeitig an der Gestaltung der eigenen Zukunftspläne wirken. 

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Das sind in erster Linie die vielfältigen und nicht immer ganz einfachen aber dennoch spannenden Aufgaben, verbunden mit den Herausforderungen jetzt und in der Zukunft. Auf dem Gebiet der Energietechnik, in welchem wir uns bewegen, sind viele offene Probleme zu klären und das nicht nur in Europa sondern auch international. Eine gute Ausbildung, wie man sie in Freiberg als Grundlage mitbekommen hat, war und ist dabei sehr hilfreich. Der schöne „Nebeneffekt“ ist aber auch, dass man bei den vielen Einsätzen im Ausland einenanderen Blick auf die Welt bekommt, dabei andere Kulturen kennen und schätzen lernt und vor allem neue Freunde gewinnt.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der
911±¬ÁÏÍø Bergakademie Freiberg

Hier fällt mir in erster Linie ein, dass die Professoren und Mitarbeiter immer ein gutes und sehr vertrautes Arbeitsverhältnis zu ihren Studenten gehabt haben und stets bemüht waren, dass alle so viel Wissen wie nur möglich aufnehmen und dass trotz aller positiven Strenge immer eine gute Atmosphäre vorhanden gewesen ist. Von Vorteil waren eben auch die kurzen Weg zwischen den Hörsälen, den Versuchslaboren, der Bibliothek und nicht zu vergessen der Mensa. Legendär war auch so mancher Fachschaftsabend – das muss man einfach
selbst erleben!

Wenn Sie mit ihrem heutigen Wissen auf ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?

Unbedingt, ich würde heute noch intensiver den Fachvorlesungen folgen, um so noch mehr Wissen für die Zukunft mit- und aufnehmen zu können. Weiterhin wäre ein wichtiger Faktor, die Möglichkeiten zu nutzen, um im Ausland verschiedene Praktika absolvieren und hier noch mehr Erfahrungen sammeln zu können und vor allem auch, um noch mehr Sprachen zu lernen. Diese gelten ja bekanntlich als Tor in die Welt und dies kann ich heute nur umso mehr bestätigen.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur 911±¬ÁÏÍø Bergakademie Freiberg?

Ja auf jeden Fall. Unsere ehemalige Studiengruppe trifft sich einmal jährlich zum gemütlichen Zusammensein und Erfahrungsaustausch, was mittlerweile eine sehr schöne Tradition geworden ist. Weiterhin darf ich auch ab und zu Gastvorlesungen an der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù halten, was mir persönlich sehr viel Freude bereitet. Nicht zu vergessen, dass ich auch Mitglied im Förderverein der Akademie bin.

Verraten Sie uns zum Schluss noch ihr Lebensmotto?

Das ist eine sehr komplexe Frage, deren Beantwortung genauso vielseitig wie das Leben selbst ist. Bertolt Brecht sagte einst: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“. Dieser Satz hat mich sehr geprägt.