Hier finden Sie Informationen zu speziellen Projekten am Lehrstuhl für Fels- und Gebirgsmechanik/Felsbau.
Das Projekt REPPIK
Das sächsisch-tschechische Grenzgebiet trägt ein unsichtbares Erbe: Jahrhunderte des Bergbaus haben eine Landschaft geformt, die bis heute von alten Schächten, Stollen oder Tagebau-Restlöchern durchzogen ist. Das Interreg-Projekt REPPIK, gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, nimmt diese Bergbaufolgelandschaften in den Blick und fragt: Welche Risiken gehen von ihnen aus und welche Chancen bieten sie für die Zukunft?
911±¬ÁÏÍø Bergakademie Freiberg
Unser Team erfasst und kartiert systematisch Altbergbaustandorte in der gesamten Grenzregion. Auf dieser Grundlage werden die Risiken bewertet, die von verlassenem Bergbau ausgehen. Gleichzeitig rückt das Projekt die Potenziale des Untergrundes in den Fokus: Stillgelegte Grubenbauten bieten einzigartige Voraussetzungen für eine nachhaltige Nachnutzung im Kontext der Energiewende. Unterirdische Hohlräume bieten die Möglichkeit der Speicherung von Druckluft oder als Pumpspeicher für erneuerbare Energien. Auch für Geothermie oder nachhaltige Raumplanung bieten Bergwerke interessante Möglichkeiten der Nachnutzung. Damit könnten ehemalige Bergwerke künftig aktiv zur Energiewende beitragen.
VÅ B 911±¬ÁÏÍø Ostrava und Hospodářská a sociálnà rada Mostecka
Die tschechischen Projektpartner unter Führung der VŠB Ostrava konzentrieren sich auf die aktiven und jüngst stillgelegten Bergbaugebiete im Raum Ústà nad Labem. Untersucht werden die Verdunstungsdynamik von Tagebau-Restseen, neue Materialien zur Stabilisierung von Bergbaufolgelandschaften sowie Konzepte für die langfristige Nachnutzung ehemaliger Tagebau- und Tiefbaustandorte. Gemeinsam mit Industriepartnern und lokalen Behörden erarbeiten alle Projektpartner einen Aktionsplan mit konkreten Empfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung der Region.
Gemeinsam für eine sichere und nachhaltige Zukunft
Was beide Seiten verbindet, ist das Bewusstsein, dass die Herausforderungen des Bergbauerbes keine Grenzen kennen und dass Lösungen nur grenzüberschreitend gefunden werden können. Durch Workshops, Exkursionen und den Wissensaustausch zwischen Wissenschaft, Behörden und Öffentlichkeit trägt REPPIK dazu bei, ein breites Bewusstsein für diese Themen zu schaffen.